Asien treibt den Ölpreis an
6. Februar 2012Der Ölpreis hat sich in den letzten drei Monaten erstaunlich gut gehalten. Wir haben geopolitische Bedrohungen seitens des Iran erlebt, die den Ölpreis auf ein Niveau von über 100 US-Dollar getrieben haben. Eine schwächelnde Nachfrage aus den USA und aus Europa andererseits hat den Ölpreis wieder auf ein Niveau von unter 95 US-Dollar gedrückt. Auch Wechselkurseffekte haben sich im Ölpreis niedergeschlagen.
Anleger sollten allerdings auch andere Faktoren berücksichtigen und eine langfristige Perspektive einnehmen. Wenn sich der Ölpreis auf einem Niveau von über 95 US-Dollar halten kann, dann sind auch bald 105 US-Dollar möglich. Exxon Mobil beispielsweise hat mit seinen Zahlen die Erwartungen verfehlt, was auf eine rückläufige Produktion zurückzuführen ist. In Afrika ist die Ölproduktion des Konzerns im vierten Quartal um 24% gesunken. In Europa ging die Produktion um 23% zurück.
Die Ölexporte aus der Nordsee nach Asien haben unterdessen ein Acht-Jahres-Hoch erreicht. Hiervon profitieren Konzerne wie BP. Die steigende Nachfrage in Asien – vor allem aus China, Südkorea und Australien – gleicht den Nachfragerückgang in Europa mehr als aus.
Auch wenn sich der Ölpreis auf kurze Sicht einigen Widerständen gegenüber sehen dürfte, stellt sich das langfristige Bild positiv dar. Vor diesem Hintergrund ist das aktuelle Niveau des Ölpreises durchaus als attraktiv zu bezeichnen.
Mit den besten Grüßen,
Sara Nunnally
US-Redakteurin Taipan





