Wenn schwarze Schwäne zu gewöhnlichen Tauben werden
28. Mai 2009
Die National Association for Business Economics hat 45 Volkswirte nach ihrer Einschätzung der Rezession gefragt, und fast alle sehen Licht am Ende des Tunnels. Und wenn alle Zeitungen diese Meinung in großen Lettern nachdrucken, muss sie ja wohl zutreffen. Aber wenn man einen Blick hinter die Fassade der Schlagzeilen wirft, wird man mit hässlichen Details konfrontiert.
Wenn die US-Unternehmen mehr für Rohstoffe bezahlen, müssen sie durch Preiserhöhungen und geringere Produktion einen Ausgleich schaffen, oder Gewinnrückgänge hinnehmen. Keine der beiden Optionen ist ein Garant für ein robustes Quartal. Werfen Sie mal einen Blick auf die V-förmige Entwicklung des Dow Jones:
Es wird deutlich, dass die schwachen Unternehmensgewinne die Investoren nicht ansatzweise gestört haben. Letztens habe ich jemanden getroffen, der die Insolvenzerklärung von General Motors ernsthaft für eine Belebung des Marktes hält. Denn damit werde den Anlegern die Unsicherheit genommen. Vielleicht hat er Recht? Die größte Serie von Aktien- und Anleiheausfällen ist sicherlich ok, solange man sich ihrer „sicher” ist.
Es bedarf nicht eines von Justice Litles „Schwarzer Schwan”-Ereignissen, um Ölaktien auf kurze Sicht um 20% zu pushen. Dies wird in den nächsten Monaten auf jeden Fall passieren, unabhängig von irgendwelchen Nachrichten. Aber was, wenn eines dieser Ereignisse eintrifft? Alles Mögliche könnte passieren: Nigerianische Terroristen schlagen zu, ein Hurrikan im Golf von Mexiko, Ärger mit den Iranern…
So können Sie Ihre Wette machen: Derzeit wird der SPDR Energy Select Sector (NYSE: XLE) bei 49,61 USD gehandelt. Die Call-Optionen auf Dezember kosten bei einem Deltafaktor von 0,6104 aktuell 565 USD. Ein 20-prozentiger Anstieg des XLE würde in einer Verdoppelung des Werts dieser Calls resultieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Adam Lass
US-Redakteur Taipan
P.S. auf unserem Spezialreport finden Sie weitere Hinweise !





