Europa wird nur durch Klebeband zusammengehalten
10. Juni 2009Abgesehen von vielen anderen Fehlern ist der US-Dollar auch noch ein Liebling der Presse. Derzeit wird der Leitwährung in den Zeitungen reichlich Raum eingeräumt. Vor diesem Hintergrund haben viele US-Kommentatoren außer uns über den auf lange Sicht absehbaren Tod des US-Dollars geschrieben.
Manchmal wird darüber aber vergessen, dass der Niedergang des US-Dollars in Relation zu anderen Währungen zu sehen ist. Und von diesen geht es einigen ebenfalls schlecht. Nehmen wir den Euro als Beispiel. Falls es jemals eine problembehaftete Währung gab, dann diese:
Wie überoptimistische Aktienbullen derzeit herausfinden, können steigende Zinssätze (über fallende Anleihekurse) hässliche Konsequenzen haben. Dasselbe gilt für die Aufwertung einer Währung während einer Wirtschaftskrise. Es gibt in Europa viele Probleme: Der freie Fall des spanischen Immobilienmarkts, die britische Regierungskrise, die Kopplung des lettischen Lats an den Euro und die Notlage der irischen Wirtschaft. Dort lautet der Witz des Tages: „Was ist der Unterschied zwischen Irland und Island? Der Buchstabe „S”!”
Wir haben es hier mit einer üblen Giftmischung zu tun. Halb Europa beschäftigt sich derzeit mit Konjunkturpaketen und wirtschaftlichen Richtungsentscheidungen. Währenddessen schwenkt die andere Hälfte nach rechts und nimmt nationale und isolationistische Standpunkte ein. Für den Investoren ist die Trading-Chance klar: Der US-Dollar ist nicht die einzige Währung mit Crash-Potenzial.
Beste Grüße,
Justice Little
US-Redakteur Taipan





