Die unsichtbare Seuche

15. Juni 2009

Die Medienmogule sind glücklich, wenn auf ihren Sendern Blut fließt. Dramen verkaufen sich fast so gut wie Krieg und Sex. Die Konsumenten wollen jedoch etwas schnell fass- und greifbares, das irgendwo hin führt. Hier ein Beispiel: Für ungefähr eine Woche war die Schweinegrippe das Gesprächsthema. Alte Menschen in Asien und Europa starben, in New York wurden Grundschulen geschlossen, Männer in weißen Schutzanzügen liefen wichtige Dinge tuend durch die Gegend. Aber so richtig spektakulär war das alles nicht. Nach einer Weile dachten die Menschen: „Vergesst es, erzählt mir lieber was von ehemaligen Chrysler-Händlern, die ihre Autos verbrennen.”

Aber nur weil ein Thema aus dem Fokus der Öffentlichkeit rückt, ist es nicht weniger wichtig. Es gibt im Gegenteil Hinweise darauf, dass die Schweinegrippe im Winter wieder die Gespräche dominieren wird. Kürzlich wurde von Seiten der WHO von weltweit 30.000 Fällen in 74 Ländern berichtet. Was wir bislang gesehen haben war nur die anfängliche Welle. H1N1 wartet derzeit darauf, sein volles Potenzial im Winter zu entfalten.

Wie schon öfter erwähnt, eröffnen Wissenslücken meistens Gelegenheiten für gute Investments. Bereits im April rieten wir zum Kauf von Call-Optionen auf GlaxoSmithKline, welche am vergangenen Freitag ihren Wert um 109% steigerten. Derzeit kann dieses Wertpapier für 550 Dollar erworben werden. Im Winter, wenn die Schweinegrippe zuschlagen wird und nicht mehr ignoriert werden kann, könnte der Aktienkurs von GlaxoSmithKline auf das 2008-Hoch von 59,98 Dollar steigen und den Wert der Call-Option um 300% springen lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Adam Lass

US-Redakteur Taipan

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