Ölpreis, quo vadis?

29. Mai 2012

Der Ölpreis gerät immer mehr unter Druck. Eine schwache Nachfrage aus Ländern mit schwächelnder Wirtschaft, der starke US-Dollar und eine mögliche Einigung im Atomkonflikt mit dem Iran sorgen für Abschläge.

Im Chart unten sehen Sie, wie diese Faktoren den United States Oil ETF belastet haben:

 

Seit dem 1. Mai ist ein Rückgang von 15 Prozent zu beobachten.

Und nun schauen Sie sich den folgenden Chart des U.S. Dollar Index an:

Es steht außer Frage, dass der US-Dollar einen sehr starken Einfluss auf die Rohstoffpreise hat. Die Sorgen um einen eskalierenden Atomstreit mit dem Iran haben den Ölpreis lange in die Höhe befördert. Die Aussicht auf eine friedliche Lösung sorgt nun wieder für Verluste. Auch die absolut chaotische Lage in Griechenland drückt den Ölpreis nach unten.

Natürlich kann sich die Lage innerhalb von Sekunden wieder ändern.

Wird Öl derzeit auf einem angemessenen Preisniveau gehandelt? Manche Analysten vertreten diese Auffassung. Falls der Ölpreis weiter sinkt, dann werden die Ölproduzenten ihre Förderung herunterschrauben. Saudi-Arabien hat im letzten Monat 9,8 Millionen Barrel Öl pro Tag ans Tageslicht befördert. Wenn nun Saudi-Arabien beschließt, die Förderung zu senken und Iran am selben Tag beschließt, die Verhandlungen abzubrechen, wissen wir, was passieren wird.

Mit den besten Grüßen,

Sara Nunnally

US-Redakteurin Taipan

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