Warten auf das Bellen Washingtons
29. Juni 2009In den vergangenen Wochen haben Justice und ich uns Gedanken darüber gemacht, wie, wann und weshalb die lockere Fiskalpolitik der USA zu einer Inflation führen wird. Washington berichtet, dass trotz der Aberbillionen in den Markt gepumpten Dollar die Großhandels- und Verbraucherpreise im April lediglich um 0,2% bzw. 0,1% gestiegen sind. Unnötig zu sagen, dass die Fed auf den Zug aufgesprungen ist und keinen Grund sieht, den Leitzinssatz von derzeit 0% bis 0,25% in absehbarer Zeit anzuheben. Irgendetwas stimmt nicht. Wieso bleibt der Hund ruhig, während der Mörder im Haus ist? Weil der Mörder erst im Anmarsch ist und das Haus noch nicht betreten hat.
Derzeit nähern sich 46 US-Staaten dem Ende ihrer Geschäftsjahre. Von diesen 46 Staaten waren 19 nicht in der Lage, Budgetpläne zu verabschieden. War Washington nicht mit Billionen von Dollar angetreten, um uns vor einer solchen Lage zu bewahren? Ich habe einige der Geldströme zurückverfolgt und festgestellt, dass die Finanzspritzen keine Arbeitsplätze sichern und die Bilanzen der Gouverneure nicht aufpolieren. Bislang haben sie auch keine Inflation ausgelöst, was jedoch nicht lange so bleiben dürfte.
Am Ende werden alle Budgets der Staaten verabschiedet werden, gestützt durch die Freigiebigkeit Washingtons. Und wenn dieses Geld sein Ziel erreicht wird es heißen: „Gute Nacht, Dollar!“
Mit freundlichen Grüßen,
Adam Lass
US-Redakteur Taipan




