Der US-Dollar steigt und steigt – alles wunderbar, oder?

11. Juni 2012

Der Euro macht mir wirklich schwer zu schaffen. Und nicht nur mir: Die Sorgen um die europäische Schuldenkrise lasten auch auf den US-Märkten.

Ich habe gerade einen Artikel von Rex Nutting gelesen. Nutting ist der Ansicht, dass die Schuldensituation in den USA besser ist als wir glauben. Er weist darauf hin, dass die Inlandsverschuldung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen zwölf Quartalen gesunken ist. Ferner führt Nutting aus, dass das Schuldenniveau der USA die geringsten Zuwachsraten seit den 1950-er Jahren aufweist.

Es scheint also alles wunderbar zu sein, oder?

Wenn man solch eine Analyse mit der Schuldenkrise in Europa in Bezug setzt, dann finden sich genug Menschen, die an einen anhaltend starken US-Dollar glauben.

Sehen Sie sich die Entwicklung des PowerShares DB U.S. Dollar Index Bullish ETF in den letzten drei Monaten an:

Ich kann Ihnen hier natürlich erzählen, dass die Stärke des US-Dollars nur Augenwischerei ist. Der steigende US-Dollar hat nicht notwendigerweise etwas mit Wirtschaftswachstum oder sinkenden Schulden zu tun. Ein großer Teil der privaten Schulden haben sich in Luft aufgelöst, nachdem die US-Regierung Unsummen an Geld in Rettungspakete gesteckt hat. Und genau dieses Geld wurde dann von der Notenbank Fed wieder frisch gedruckt.

Meine Behauptung wird den US-Dollar aber nicht daran hindern, weiter und weiter zu steigen. Die Schwäche des Euro wird den US-Dollar weiter in die Höhe treiben. Alles wird also zunächst einmal von der Entwicklung in Europa abhängen.

Mit den besten Grüßen,

Sara Nunnally

US-Redakteurin Taipan

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