Das Ende von Alpha

7. August 2012

„Alpha ist tot. Lang lebe der risikobereinigte Gewinn.“ Dies meinte kürzlich ein erfolgreicher Hedge Funds-Manager zu mir. Falls Sie den Begriff nicht kennen sollten: Alpha ist die Differenz zwischen der Performance des Gesamtmarktes und der Performance eines Investors. Es ist eine Kennzahl für den Erfolg eines Traders. Nur wenige Investoren sind in der Lage, den Markt über eine längere Zeit zu schlagen. Ich bin ganz froh, dass Alpha eine immer kleinere Rolle spielt.

Sofern Sie nicht in die Unendlichkeit investieren, ist der Vergleich mit einem Marktindex ohnehin sinnlos. Man positioniert sich selbst dadurch für das Scheitern und die Mittelmäßigkeit. Stattdessen sollten wir das Risiko messen. In dieser Hinsicht ist die Sharpe-Ratio enorm wichtig. Im Prinzip sagt uns die Sharpe-Ratio, ob wir für das eingegangene Risiko angemessen belohnt werden. Sie ist so wichtig, weil wir mit ihr Äpfel mit Äpfeln vergleichen können. Wenn die Anlagemöglichkeiten A und B fast identisch sind und A eine höhere Sharpe-Ratio hat, kaufen Sie A!

Andrew Snyder

US-Redakteur Taipan

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