So läuft es bei Chrysler und General Motors

20. Juli 2009

In den vergangenen Monaten mussten wir uns viele Argumente dafür anhören, zwei unserer drei großen Autohersteller pleite gehen zu lassen. Am Ende haben Chrysler und General Motors eingestehen müssen, dass sie die vielen Versprechen der letzten Jahre nicht erfüllen können. Selbst nachdem die beiden Unternehmen mehrmals von der Regierung gerettet wurden, konnten sie ihre Verpflichtungen den Aktionären und Stakeholdern gegenüber nicht erfüllen. Also begaben sie sich unter den Schutz der Gerichte, welche ihre Bücher nach langem und intensivem (24-stündigem) Überlegen reinwuschen.

Wenn unsereins so etwas tun würde, wären mit Sicherheit Scham und Schuldgefühle im Spiel. Wir wären zur Liquidierung von Vermögensgegenständen gezwungen und müssten diverse Zugeständnisse machen. Und mit Sicherheit hätten wir bei künftigen Versuchen, Kredite aufzunehmen, Schwierigkeiten. Dies trifft auf Chrysler und General Motors nicht zu.

Wir können Bob Nardelli, den ehemaligen CEO von Chrysler, nicht zu seiner Abfindung befragen. Ich weiß aber, dass er bei Home Depot wegen skandalös hoher Kompensationen gefeuert wurde. Dieses Unternehmen hat er nach allen Regeln der Kunst vor die Wand gefahren, was ihm nicht einmal leid getan haben dürfte.

So läuft es in Washington und Detroit: Versagen wird belohnt und die Versager schämen sich nicht einmal dafür. Vielleicht wäre rollen das bessere Wort. Wir rollen langsam aber sicher aus.

Mit besten Grüßen,

Adam Lass

US-Redakteur Taipan

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