Das Eurosystem ist gläsern
24. August 2009Ich möchte Ihnen heute meine Gedanken zu einem Experiment mitteilen, das dem Untergang geweiht sein könnte. Derzeit gibt es viele Kandidaten, wenn es um gescheiterte Ideen geht: TARP, TALF, quantitative Lockerung, das Federal Reserve-System. Ich spreche von einem der Kandidaten für die nächste globale Leitwährung, dem Euro.
Obwohl nur wenige es realisieren, könnte der Euro vor der größten Herausforderung seiner jungen Geschichte stehen. Die Chancen stehen gut, dass der Euro eine Bruchlandung erleiden wird. Der Euro ist ein Experiment, weil die EZB von den 16 Euro-Staaten in der EU kontrolliert wird. Das bedeutet vor dem Hintergrund politischer Krisen, dass der Euro politisch nicht wirklich überlebensfähig ist. Stellen Sie sich einmal eine Armee vor, die von 16 Generälen geführt wird. Bislang hat der Euro alle Tests bestanden. Aber bislang waren diese Tests auch eher harmlos.
Europa unterscheidet sich von den USA insofern, als dass es in den USA zwar auch viele Staaten (nämlich 50) gibt, diese aber einheitlich regiert werden. Die 16 EU-Staaten, welche den Euro übernommen haben, haben aber alle ihre eigenen Probleme. Problematisch ist auch, dass die europäischen Volkswirtschaften unterschiedlich schnell wachsen. Es gilt aber für alle Länder ein einheitlicher Leitzins, ungeachtet der wirtschaftlichen Gegebenheiten in den Mitgliedsländern. Es ist an dieser Stelle nicht möglich, alle Gründe für einen möglichen Zusammenbruch des Euros zu nennen. In einer wahren Krise wird die Sollbruchstelle des Euros nicht halten.
Mit freundlichen Grüßen,
Justice Litle
US-Redakteur Taipan




