Diese Jungs machen es auf die altmodische Art

28. September 2009

Als Kind wurde man bei uns vor drei große Entscheidungen gestellt. Erstens musste man sich für eine politische Partei entscheiden, wobei es im Prinzip nur die Republikaner oder die Demokraten gab. Zweitens musste man sich ein Basketball- und Football-Team aussuchen, wo meine Wahl auf die New York Mets und die Knicks fiel. Und drittens musste man sich zu einer US-amerikanischen Automarke bekennen. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass Ford meine Marke ist.

Als Ford-Mensch bin ich allerdings nicht blind gegenüber der Tatsache, dass dieses Unternehmen in den letzten Jahren einige fürchterliche Autos auf den Markt gebracht hat. Über den Escort und den Aspire möchte ich lieber nicht sprechen. Ford Motor hat aber auch einiges richtig gemacht und ich bin besonders stolz darauf, dass kein Geld vom Staat erbettelt werden musste. In den vergangenen zehn Monaten hat die Aktie von Ford Motor (NYSE: F) ihren Wert um 777% gesteigert.

Ich muss jedoch eingestehen, dass meine These ein oder zwei Haken hat. Natürlich haben sie sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Und ich würde für den Titel auch auf absehbare Zeit noch eine Kaufempfehlung abgeben. Aber wenn man hinter die Fassade schaut muss man erkennen, dass Ford Motor doch hier und da recht kräftig geholfen wurde. Und ein Teil der Hilfe kam von Wall Street und aus Washington, wenn auch über die Hintertür.

Ich bleibe dennoch dabei. Zwar weiß ich nicht was kurzfristig passieren wird und würde dazu raten, die Gewinne mit Call-Optionen auf Ford erst einmal zu kassieren. Langfristig scheinen mir die Jungs aus Dearborn aber die Weichen dafür gelegt zu haben, den Markt zu übertreffen.

Mit freundlichen Grüßen,

Adam Lass

US-Redakteur Taipan

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