Was, wenn Washington seine Hilfe einstellt?
5. Oktober 2009Genau wie Justice bin ich der Ansicht, dass die Wall Street aus ihren Fehlern nichts gelernt hat. Für einen echten Wandel müsste zuerst mal die Kleptokratie abgeschafft werden, die derzeit herrscht. Und für Änderungen über die Hintertür müsste die Kleptokratie eingestehen, dass sie Fehler macht. Frei fließendes Kapital ist die Basis unseres Wirtschaftssystems, sonst hieße es ja nicht “Kapitalismus“. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zwischen frei fließendem und frei verfügbarem Kapital. Im ersten Fall will das Kapital Wert schaffen, im zweiten hat es keinen Wert.
Seit Washington die Abwrackprämie eingestellt hat, geht es mit der US-amerikanischen Automobilindustrie bergab. General Motors hat im September einen Absatzrückgang verzeichnet, während bei Chrysler ein Minus von 42% in den USA zu verzeichnen war. Und wie geht es dem einen Hersteller, der sich auf die profitable Produktion von beliebten Autos konzentriert hat? Der Absatz von Ford Motor (NYSE: F) ist im vergangenen Monat um lediglich 5,1% gesunken. Die Vorteile einer sauberen Geschäftsführung könnten nicht deutlicher werden.
Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich ein Ford-Sympathisant bin?
Mit freundlichen Grüßen,
Adam Lass
US-Redakteur Taipan




