“Zombieland“ wohin man schaut

7. Oktober 2009

“Wenn man genügend Liquidität in einen Leichnam pumpt, wird er aufstehen und wieder herumlaufen. Pump´ noch mehr Geld rein, und er wird anfangen zu tanzen. Das bedeutet aber nicht, dass wir einen neuen Fred Astaire vor uns haben.“

-Eric Kraus, Hedge Fonds-Manager aus London

Die neue Horror-Komödie “Zombieland“ ist seit letzter Woche in den US-Kinos. Während sich Woody Harrelson mit seiner Schrotflinte durch die Zombiemengen arbeitet, ängstigt uns das wirkliche “Zombieland“ nach wie vor. Nehmen wir diesen makabren Kommentar vom japanischen Minister für den Finanzsektor, Shizuka Kamei:

“Wenn Kreditgeber in Nöten sind, retten wir sie mit Steuergeldern. Wenn Gläubiger in Schwierigkeiten sind, verschaffen wir ihnen mit Steuergeldern Zeit. So einfach ist das.“

Eine solche Denkweise wäre vor 15 oder 20 Jahre nicht weiter bemerkenswert gewesen. Aber heute scheint Japan das Land der lebenden Toten zu sein. Die USA sind inzwischen auch etwas grün im Gesicht. Die Banken verwesen von innen, auch wenn uns die Animateure der Wall Street etwas anderes weismachen wollen. Beobachter wie Chris Whalen von Insitutional Risk Analytics schätzen, dass die US-Banken erst 60% der nötigen Abschreibungen vorgenommen haben. Wir können uns also auf weitere Blutbäder einrichten.

Was ihren Redakteur Justice Litle angeht, so hält er Staatsanleihen und insbesondere Gold fest im Blick. Und seine (metaphorische) Schrotflinte schussbereit.

Mit freundlichen Grüßen,

Justice Litle

US-Redakteur Taipan

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