Pizza in Zeiten der Rezession

20. Oktober 2009

Stellen wir uns eine Pizza-Kette vor. Sie heißt “House of Pizza” und konnte sich in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts eines gewissen Erfolgs erfreuen. Doch dann entschied sich das Management zur Expansion und nahm langfristige Schulden auf. Und so wurde “House of Pizza” zu einer landesweiten Pizza-Kette. Die Sache sah einige Jahre wirklich gut aus. Der Konsum stieg und die Kunden verlangten immer teurere und größere Pizzen.

Die Investoren von “House of Pizza” waren äußerst glücklich. Und die Expansion ging weiter… Doch dann kam die Rezession. Die Stammkunden kauften eine Pizza pro Monat weniger oder ließen einen Belag auf der Pizza weg. Und schon brach der Umsatz um 20 Prozent ein. Keine große Sache für eine Rezession. Aber für unser “House of Pizza” schon.

Die USA haben im Verlauf der letzten Jahre einen Berg von Schulden angehäuft. Und das verhaltende Konsumausgaben, das möglicherweise auch noch Jahre anhalten wird, lastet auf den Gewinnen zahlloser verschuldeter Banken, Geschäfte und Privathaushalte. Egal, wie man argumentiert, man landet immer bei dem Thema Schulden – einem Thema, dem man kaum genug Beachtung schenken kann.

Mit den besten Grüßen,

Ihr Justice Litle,

US-Redakteur Taipan

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